Jerusalem. Du bist so wunderbar überwältigend, so wunderschön wie beim ersten Mal und genau so freundlich und herzlich, wie in meiner Erinnerung. Es ist wie träumen, nur viel besser! Der Empfang im Beit Ben Yehuda ist warm und duftet köstlich nach israelischem Essen. Essen, so viel und so gut, dass die Augen viel größer sind als unsere müden Mägen. Johannes, Länderreferent für Israel und unser Ansprechpartner, ist unglaublich nett, hilft uns auch bei Kinkerlitzchen und gibt uns endlich wieder ein bisschen Autonomie: Wir kochen für uns selbst!
Dieses aufregende Jahr im Freiwilligendienst mit ASF, beginnt zunächst mit einer Woche Seminar in der Jugendbildungsstätte Hirschluch. Viele interessante, motivierende, gedanken-anregende und intensive Tage habe ich erlebt, aber auch ein oder zwei Momente, die mich ein Stück (zurück) zu mir selbst gebracht haben.
Dieses aufregende Jahr im Freiwilligendienst mit ASF, beginnt zunächst mit einer Woche Seminar in der Jugendbildungsstätte Hirschluch. Viele interessante, motivierende, gedanken-anregende und intensive Tage habe ich erlebt, aber auch ein oder zwei Momente, die mich ein Stück (zurück) zu mir selbst gebracht haben.
Nachdem wir uns im neuen zu Hause Jerusalem (ich kann es immer noch nicht glauben) ausgeschlafen, organisiert und ein bisschen chaotisch in unseren kleinen Zimmern eingerichtet haben, bekommen wir eine umfangreiche Führung durch die Altstadt von Jerusalem. Unser Guide, Arnon Bruckstein, spricht Deutsch und hat garantiert (mindestens) ein Geschichtsbuch gegessen. Er hört gar nicht mehr auf uns von politischen und historischen Traditionen, Mythen und Offenbarungen zu erzählen, die in Jerusalem stärker sind als alle Fakten. Es gibt so viel Spannendes, das ich mir vor lauer Erschöpfung gar nicht merken kann, aber es gibt so viel zu erkunden und zu entdecken in dieser Stadt voller Geschichte. Am Ende des Tages dann noch eine wunderbare Begegnung – Shlomi, bei dem ich vor einem Jahr als Couchsurfer war, schaut ganz spontan im BBY vorbei. So ein schönes Wiedersehen, so viel zu erzählen! Saxofon, Bass und Klavier in einer Jazz Bar; Bier, ein paar Shots und ausgelassen-fröhliche Stimmung machen den ersten Tag in Jerusalem einfach perfekt.
Der Ulpan, unser Sprachkurs mit Maya aus Jerusalem, am nächsten Morgen dauert locker vier Stunden. Ich komme wirklich gut mit – das Üben vorher hat sich wirklich gelohnt! Die Tour, die wir am Nachmittag mit Johannes machen, zeigt uns eine völlig neue Welt in Jerusalem. Die Neustadt ist fast unwirklich idyllisch und sauber, der Shuk bunt, laut und duftüberladen, die Innenstadt mit Straßenbahn. So viele Wirklichkeiten, so viele unterschiedliche Leben in dieser kleinen Stadt.
Der Tag endet beladen mit Tüten vom Shuk im falschen Bus und einem großartigem Busfahrer. Nachdem Frieda, Sophie, Hanna und ich die Einkäufe für den nächsten Tag erledigt und ein köstliches Dinner aus Hummus, Pita und Oliven verspeist haben springen wir in einen Bus der 7er-Linie. Wir sind falsch und Google maps ist nicht ganz eindeutig, ob wir uns in Jerusalem, außerhalb oder der Westbank befinden - wir sind plan- und ahnungslos. Nur ein paar Stunden vorher hat Johannes orakelt, man müsse sich in seinem Freiwilligendienst verlaufen und mit zerfledderten Kleidern zurückkehren – es stimmt schon.. manches braucht man nur laut auszusprechen und die Wünche erfüllen sich. Völlig selbstverständlich (und fast heldenhaft) werden wir von unserem Busfahrer in halsbrecherischem Tempo auf dem Rückweg seiner Tour an unserer Haltestelle abgesetzt. Toda raba!! Der Bus rast davon und dort wo eigentlich die Busnummer steht, leuchtet uns ein „HHH“ entgegen. Welch schöne Ironie.
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